Schlaflos
Schon die zweite Nacht in der ich wach lag. Die ganze Zeit kreisten meine Gedanken über zwei Themen Arbeit und meine Vergangenheit.
Naja eigentlich könnte mir des mit der Arbeit am Arsch vorbei gehen tut es aber einfach nicht.
Meine Gedanken an die Vergangenheit brachten mich wieder zum heulen ganz unbemerkt von meinem Mann der schon eingeschlafen war. Er soll davon auch nix mitbekommen was mich bedrückt dass muss ich schon selber klären.
Ich hab diese Jahre in dem meine Mutter mir fehlte und ich nur hin und her geschoben wurde nie verarbeitet oder Hilfe von Experten bekommen : ein Fehler!
Oft flogen die Teller an die Wand wenn mein Vater mit meiner Mutter im Klinsch war, mitbekommen hab ich des immer. Auch ich blieb net verschont, einmal wurde mir so der Arsch versohlt das ich zwei Tage kaum richtig laufen konnte.
Nach dem Tod meiner Mutter hat mir mein Vatter in seinem Mitleidssuff vorgehalten ich sei schuld am Tod meiner Mutter. Ein Schlag mitten in mein kleines Herz! Ab diesem Zeit punkt konnte er sagen was er wollte eine kleine Rebellin war geboren.
Meine Taufpatin hat versucht mir ein zweites Zuhause zu geben , war echt toll diese Zeit . Doch als sie ihr Kind zur Welt kam , brach wieder eine Welt für mich zusammen. Ich kapselte mich ab und lebte mein eigenes kleines Leben.
Rauchen, weggehen bis um 6 uhr morgens das war mit 13 super , einfach abschalten keinen Kontakt oder wenig zu meinem Vater dass war mein Ziel!
Schule schwänzen wurde zum Hobby , keinen hats intressiert .
Damit ich mir das weggehen auch leisten konnte drang ich meinen Vater zu einem hohen Taschengeld von damals 50 Mark. Für des war er dann wieder gut genug um mir meine Freizeit zu finanzieren der Rest war für mich nicht mehr wichtig .
alexandra franziska am 09. Dezember 11
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Tage wie dieser vergisst man nie!
Geboren wurde ich in den 80 ger Jahren ganz unverhofft für meine Mutter angeblich. Sie war a bissl fester und 40 Jahre alt. Ging ganz normal zur Arbeit und hatte plötzlich starke Rücken und Bauchschmerzen also nix wie ab zum Arzt dachte sie und wurde sofort ins Krankenhaus verwiesen in die Geburtenabteilung
Nach 9 Jahren schlug das Schicksal zu. Wir fuhren mit dem Linien Bus zu meinen Opa ins Krankenhaus. Er war damals 91 Jahre alt und hatte Krebs.
Mei Mutter hat mich nach 2 Stunden im Krankenhaus allein mit dem Linienbus wieder nach Hause geschickt:
ich seh sie heute noch wie sie mir zuwinkt.
Vater hatte an diesem Tag Geburtstag und legte nach einem schweren Holzertag eine kleine Pause in einem Kiosk in der nähe unseres Wohnorts ein. Ch sollte sie am Krankenhaus wieder abholen doch meine immer pünktliche Mutter traf nicht ein. Nur der Hubschrauber schwebte über meinen Bruder hinweg.
Eine Stunde zuvor wurde meiner Mutter mitgeteilt dass ihr Vater gestorben war , sie brach zusammen , 6 Ärtze waren dann um sie rum und sie wurde in ein anderes Krankenhaus geflogen.
Das Telfon klingelte und ich sprang in mein Zimmer.
Ja Hallo! sagte ich und die fremde Stimme fragte nach meinem Vater und sagte das meine Mutter in einem anderem Krankenhaus in der Kreisstadt lege. Ich solle die Telefonnummer aufschreiben und meinen Vater ans Telefon holen.
Also ich mit meinen 9 Jahren den 1 km zum Kiosk gerannt , rein zu meinen besoffenen Vater und gesagt das Mama im Krankenhaus liegt und er umbedingt ans Telefon muss.
Nach etlichen Telefonnatten ist mein Vater vor lauter Suff und Traurigkeit eingeschlafen . Nur ich hab die ganze Zeit noch probiert mit meiner Mutter zu telefonieren. Doch mir wurde immer gesagt das meine Mutter gerade schläft und ich es morgen probiern soll.
alexandra franziska am 08. Dezember 11
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